Here under follows the transcription of Cosima Wagner und Houston Stewart Chamberlain im Briefwechsel 1888-1908, the correspondence between Cosima Wagner and Houston Stewart Chamberlain, edited by Paul Pretzsch, 2nd. ed., published by Philipp Reclam jun., Leipzig 1934.

Hieronder volgt de transcriptie van Cosima Wagner und Houston Stewart Chamberlain im Briefwechsel 1888-1908, de correspondentie tussen Cosima Wagner and Houston Stewart Chamberlain, geredigeerd door Paul Pretzsch, 2e druk, verschenen bij uitgeverij Philipp Reclam jun., Leipzig 1934.
 
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Aus H. S. Chamberlains Dresdener Zeit 1888—1889
Aus H. S. Chamberlains Wiener Zeit 1889—1890
Aus H. S. Chamberlains Wiener Zeit 1891—1892
Aus H. S. Chamberlains Wiener Zeit 1893—


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Cosima Wagner und H. S. Chamberlain, vorlesend
Phot. A. v. Groß

Cosima Wagner und H. S. Chamberlain, vorlesend
Bordighera 1913

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Cosima Wagner

und

Houston Stewart Chamberlain

im Briefwechsel 1888 - 1908
 

herausgegeben von Paul Pretzsch
 
 

Zweite Auflage
 
 

Mit 17 Bildern
und Briefwiedergaben

——————

Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig 1934

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Druck von Philipp Reclam jun. Leipzig.
Einband und Umschlag von Karl Stratil.
Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten.
Copyright 1934 by Philipp Reclam jun. Leipzig.
Printed in Germany

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Dem Andenken Siegfried Wagners

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(Leere Seite)

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Vorwort


Vorwort

    Am 12. Juni 1888 begegneten sich im Hause des Bildhauers Gustav Kietz in Dresden Frau Cosima Wagner und Houston Stewart Chamberlain zum ersten Male persönlich. Chamberlain hatte 1882 Bayreuth besucht, sechs Aufführungen des Bühnenweihfestspiels „Parsifal“, darunter die Uraufführung, erlebt, sich aber dem Meister Richard Wagner nicht genähert und das Haus Wahnfried nicht betreten. Seither war er schriftstellerisch in der „Revue Wagnérienne“ (Paris) mit Aufsätzen, namentlich über „Lohengrin“ und „Tristan und Isolde“, hervorgetreten. Diese und besonders wohl ein im Mai 1888 in der „Sächsischen Landeszeitung“ in Dresden erschienener Aufsatz „Künstlerische Dankbarkeit“, der das Verhältnis Richard Wagners zu   F r a n z   L i s z t   behandelte, hatten in Frau Wagner den Wunsch nach persönlicher Bekanntschaft erweckt, und so traten sich im Kietzschen Hause beide gegenüber, wobei Chamberlain sich mit den sein Verhältnis zu Richard Wagner sogleich bis in die Tiefe erschließenden Worten einführte, er sei kein Wagnerianer, sondern ein Bayreuthianer. Das war ein Wort, so recht nach dem Herzen Cosima Wagners, und diese erste Begegnung wurde denn auch die Geburtsstunde einer hochgesinnten und fruchtbaren Freundschaft. Chamberlain schrieb wenige Tage darauf an Hans von Wolzogen: „Diese Woche wurde mir ein so großes Glück zuteil, daß ich sie zu den gesegneten meines Lebens rechnen darf: ich lernte Frau Cosima Wagner kennen. Daß der Name schon an und für sich mir Eindruck machen mußte, versteht sich von selbst — daß sie eine geniale Frau war, wußte ich —‚ daß sie mir aber das sein würde, was sie mir von der ersten Begegnung an war und was noch keiner mir sein konnte, das hatte ich nicht geahnt. Ehrfurcht und Bewunderung hatte ich schon — aber jetzt wurde mir, was so unendlich viel mehr wert: die innigste Liebe. — Daß sie noch über solche Kräfte, über solch jugendliche Geistesfrische gebietet, hat mich mit Hoffnung für unsere Sache erfüllt.“

8 Vorwort

Cosima Wagner aber hatte schon bald nach dem Einsetzen des Briefwechsels an ihre Tochter Eva geschrieben: „Gestern hat mir wieder ein Brief von Chamberlain ungemeine Freude gemacht. Es ist eine Freude, wie eigenartig bestimmt, voller Verachtung und voller Zartgefühl zugleich er ist; ein Aristokrat durch und durch, im schönsten Sinne des Wortes!“ Ihm selbst sagt der Schlußsatz eines Briefes aus dem Jahre 1891, was der Gedankenaustausch mit ihm ihr bedeutete: „Und so kann ich von mir nichts sagen, außer immer wieder, wie Sie mich gerührt haben, und wie ich Ihrer gedenke, indem Ihre Teilnahme für mich zu dem Schönsten gehört, was auf meinem Lebensweg zu finden mir beschieden war.“ Der Briefwechsel reicht vom Jahre 1888 bis 1908, und sein Umfang würde weit mehr als den dem Leser hier dargebotenen Band füllen. Es erwies sich aber nicht nur als notwendig, sondern auch als wohl angängig, minder Bedeutsames, das alltägliche Leben und seine heute nicht mehr wichtigen Anforderungen Betreffendes, Wiederholungen u. dgl. von der Veröffentlichung auszuschließen, schon um die Erwerbung der Briefsammlung recht vielen Freunden Bayreuths und zahlreichen Verehrern der Werke Chamberlains zu ermöglichen.
    Über den Briefwechsel selbst bedarf es nicht vieler einleitender Worte: sein Inhalt spricht für sich selbst. Die Zeitspanne von 1888 bis 1908 umfaßte die rastlose schöpferische Tätigkeit Cosima Wagners um die Reinerhaltung und Förderung des Werkes von Bayreuth. Die „Meisterin von Bayreuth“ spricht in zahlreichen ihrer Briefe zu uns von ihren Nöten und ihrem unerschütterlichen Glauben an den Sieg Bayreuths, den sie denn auch allen Gegnern zum Trotz, aber auch zuzeiten im Widerstreit mit Wohlgesinnten — wie etwa im ersten Bayreuther Tannhäuser-Jahr 1891 — errungen hat. Chamberlain ließ sich über diese ihre Tätigkeit brieflich (an den Buchhändler von Zahn in Dresden am 6. März 1891) einmal also aus:
    „Sicher ist, daß ein künstlerisches Unternehmen immer in   e i n e r   Person nur Leben finden kann — ich glaube auch nicht daran, daß eine hervorragende Individualität durch den vereinten Willen einer Anzahl begabter Menschen ersetzt werden kann. Wir sind nun so glücklich, eine (trotz aller bornierten oder boshaften Anfeindungen) absolut geniale Leiterin der Festspiele zu besitzen, die außerdem wie kein zweiter Mensch auf Erden in die Intentionen des Bayreuther Meisters eingeweiht ist und die an den Festspielen 76 und 82 einen hervorragenden Anteil nahm. Daß der jetzige Leiter

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Vorwort


eine Frau ist, ist auch geradezu als ein Segen zu betrachten: erstens, weil diese an den Intentionen ihres verewigten Mannes sich mit einer Pietät anklammert, wie sie nur die aufopferungsvollste   L i e b e   eingeben kann (ich könnte Ihnen da Beispiele geben, wie Frau Wagner Sachen durchgesetzt hat gegen ihre allernächste Umgebung, bloß weil sie von keinem I-Punkt   s e i n e s   Willens abweichen will — und wie das dann zu Triumphen geführt hat, die dann unsere Zeitungen diesem und jenem „genialen Künstler“ zugute kommen ließen); zweitens weil die höchst befähigten Männer, die den eigentlichen Etatmajor von Bayreuth bilden — Kniese, Mottl, Levi, Humperdinck usw. und auch die Sänger —‚ sich   g e r n e   Frau Wagner unterordnen. Also, danken wir Gott und hoffen wir, daß er auch in Zukunft über die große Sache der höchsten Kunst wachen wird.“ — Sie selber aber nennt einmal, indem sie sich ein Wort Bismarcks zu eigen macht, „das Gefühl, das wohl jeden erfüllt, der zu etwas   b e s t i m m t   wurde, was er nicht wählte:   d a s   d e m ü t i g e   V e r t r a u e n“.
    War so die sich im Briefwechsel widerspiegelnde zwanzigjährige Zeitspanne für die Arbeit Cosima Wagners am Bayreuther Werk von entscheidender Bedeutung, so war sie dies nicht minder auch im Leben und für die Entwicklung Chamberlains aus dem Naturwissenschaftler — der er aber zeitlebens blieb — zum freien Schriftsteller und Denker, nebenher auch zum Dichter von Märchen und Dramen.
    Aus den Schaffenskreisen der beiden Briefschreiber strömt es nun unablässig in ihren Briefwechsel hinein, und das staunenerregende Wissen beider sowie die Fülle ihrer Gedanken macht das Lesen ihrer Briefe nicht nur zu einem anregenden Genuß, sondern auch zu einer Quelle der Belehrung. Zu spannenden Höhepunkten kommt es mehr als einmal, wenn diese beiden erlesenen Geister sich im Widerstreit der Meinungen gegenübertreten, ja auch wohl aufeinanderprallen, so z. B. über die Themen Schopenhauer, Schiller, Richard Wagners Philosophie, Shakespeare-Übersetzung, Ibsen und anderes. Man darf im Zweifel sein, was man dann mehr zu bewundern hat: die Mischung von unerbittlicher Kraft des Erkennens und Wollens und von feinsten Zartgefühl in Chamberlain, oder die fraulich milde und beherrschte, aber doch klug und zäh kämpfende oder auch hoheitsvoll zurechtweisende Art, mit der Cosima Wagner die zuweilen vulkanisch anmutenden Ausbrüche ihres Briefpartners zu bändigen weiß. Sie gehörte wahrlich zu den edlen Frauen, bei denen die Menschheit anzufragen gut täte, will sie

10 Vorwort

erfahren, was sich ziemt. Am 30. November 1891 gesteht ihr Chamberlain: „Ein wunderbares Zeugnis Ihrer Lebenskraft ist die Art, wie Sie es verstehen, einen zu züchtigen.“
    Gleichwohl und ungeachtet aller natürlichen Hoheit ihrer Erscheinung, ihres Wesens und Auftretens war sie ganz gewiß nicht das, was mit der oft auf sie angewendeten Bezeichnung „die Herrin von Bayreuth“ in der Vorstellung des Fernstehenden erweckt wird. Das beweisen auf Schritt und Tritt auch ihre hier veröffentlichten Briefe: das völlige Zurückstellen ihres Ich hinter das Werk und den Willen des Meisters, ihre Bescheidenheit, ja Demut, ihr Hang zur Stille und Beschaulichkeit, ihr weltabgewandter Sinn, ihre große und einfache Natürlichkeit und endlich „ihre Göttergabe der Heiterkeit“ — wie Chamberlain einmal sagt —‚ ihr herrlicher Humor und ihr Sinn für echten Humor und geistvollen Witz bei anderen — das sind alles Züge, die zu dem Schlagwort „Herrin von Bayreuth“ nicht passen wollen, die aber gerade bestimmend sind für den Kern einer Persönlichkeit. Nicht Herrin, wohl aber   M e i s t e r i n   v o n   B a y r e u t h   verdient Cosima Wagner genannt zu werden. Das bezeugen ihre künstlerischen Taten auf dem Festspielhügel von Bayreuth, das bezeugen auch diese ihre Briefe. Und wenn je eine Frau den Meistertitel ihres Gatten mit Fug und Recht überkommen und getragen hat, so war es Cosima Wagner.
    So enthüllt sich dem Leser in diesen Briefen ein Bild von dem Wesen Cosima Wagners und H. S. Chamberlains so aufschlußreich und echt, wie keine „Lebensbeschreibung“ es anschaulicher und überzeugender zeichnen könnte.
    Der Veröffentlichung dieses Briefwechsels wird es zugleich bestimmt sein, in mancher Hinsicht der Legendenbildung ein Ende zu machen, so auch der über die Entstehung der Bücher Chamberlains. Darüber — und zwar bis einschließlich zum Werke über Kant — bringen seine Briefe wertvolle Aufschlüsse. Da erweist sich denn auch unwiderleglich, daß sein Buch „Richard Wagner“ weder im Auftrag Wahnfrieds geschrieben, noch auch von Wahnfried „inspiriert“ worden ist. Chamberlain selbst faßt die Entstehungsgeschichte des Buchs in seinem Brief vom 13. Januar 1905 zusammen, und damit ist erwiesen, daß die gegenteilige, bis in die neueste Zeit — sogar in Buchform — wiederholte Behauptung ein Märchen ist.
    Inwiefern sein Schaffen aber in Wirklichkeit durch die Freundschaft, die

11 Vorwort

ihn mit Cosima Wagner verband, beeinflußt wurde, darüber spricht er sich in einem Brief an seine Tante in England im März 1893 einmal so aus (aus dem Englischen übersetzt):
    „Wenn mich etwas von anderen Leuten unterscheidet, die diese außergewöhnlich begabte Frau umgeben, so ist es tatsächlich meine absolute und völlige und unbändige Unabhängigkeit. Sie ist ein Genie — und da beobachte ich, daß alte Männer von Talent, die sich ihr nähern, sich entweder völlig unterwürfig vor ihr beugen oder aus ihrem Einfluß entweichen und ihr Widerstand leisten. Ich bin unfähig sowohl zu dem einen wie zu dem anderen. Meine ehrfurchtsvolle Zuneigung zu der Witwe des Dichters, der den größten, die je gelebt haben, gleichzustellen ist, und mein Mitgefühl für das arme Menschenkind, deren Augen buchstäblich fast ganz erblindet sind in den Jahren unaufhörlicher Tränen, sind natürlich grenzenlos; das Gefühl, daß dem so ist, bildet den tatsächlichen Untergrund für unsere Freundschaft. Und was ihr Genie betrifft, so begreife ich nicht, wie das Talent des einen Menschen durch das eines anderen in Fesseln geschlagen sein sollte. Für mich ist sie die denkbar stärkste Anregung zum Schaffen und zum Wachwerden des Bewußtseins in mir von meinem eigenen Selbst; aber das ganz ebenso beim Widerspruch wie bei der Übereinstimmung; unter ihrer Zustimmung wächst einem das Selbstvertrauen, und ihr Widerspruch zwingt einen, nochmals in die Tiefe zu tauchen und neue Beweisgründe zur Stütze seiner Überzeugung heraufzuholen, man wird sich seiner schwachen Stellen bewußt, und mit aller nichtigen, billigen Oberflächlichkeit räumt man auf; kurz — anstatt daß die eigne kleine Individualität vernichtet wird, darf sie wachsen, blühen und ihre Wurzeln tiefer und stetiger in den festen Grund der Natur senken. Denn schließlich ist es für uns doch die Hauptsache, das zu sein, was wir   s i n d,   da man ja nichts anderes sein kann — und höchstens eine Maske tragen kann, um das eigne Antlitz zu verbergen.
    Alles das ist vielleicht ein rechter Umweg, um auszusprechen, daß Frau Wagner gar nichts zu tun hat mit irgend etwas, das ich schreibe — weder in bezug auf den Stoff, noch die Form, noch sonst etwas, ausgenommen insofern, als ihre Würdigung meines persönlichen Wertes sicherlich einen großen Einfluß darauf hatte, daß ich aus meiner Muschel herausgekrochen bin.“
    Es wird dem Leser nicht entgehen, daß in den letzten Jahren des Briefwechsels der Gedankenaustausch seltener wurde. Die Ursache lag einerseits

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Vorwort


in dem gesundheitlichen Zusammenbruch Cosima Wagners, der sich in jener Zeit vollzog und ihr das Diktieren von Briefen nicht mehr so oft wie früher ermöglichte; anderseits hatten Chamberlains zunehmende schriftstellerische Aufgaben, die damals in seinem Werke über Kant gipfelten, seinen ohnehin durch Krankheit des öfteren behinderten Kräften Grenzen gezogen. Statt in gewohnter Weise zu den Festspielen nach Bayreuth zu kommen, mußte er die Sommermonate über auf Bergeshöhen seiner Gesundheit leben. Auch schwere seelische Prüfungen hatte er durchzukämpfen: es kam 1906 zur Scheidung seiner Ehe, die er einst als Dreiundzwanzigjähriger — 1878 — mit Anna Horst geschlossen hatte.
    Erst im Jahre 1908 — auf Siegfried Wagners persönliches herzlichstes Drängen hin — wagte er wieder die Pilgerfahrt nach Bayreuth.
    In diesem Sommer war es dann, daß er sich dem Familienkreise Wahnfrieds verwandtschaftlich angliederte. Im Dezember 1908 fand seine Vermählung mit Eva Wagner und seine Übersiedlung nach Bayreuth statt. Er, den seine Freunde einst den „Wanderer“ nannten, fand nun hier, ganz nahe dem Hause Wahnfried, seine wahre Heimat und schuf sich in ihr nach seinen Wünschen seine schöne, ganz seiner Art gemäße Arbeitsstätte. Der tiefen Herzensfreude über diesen Ehebund und über des Freundes Niederlassung in Bayreuth ward seitens Cosima Wagners bis in ihre letzten Lebenstage hinein immer aufs neue Ausdruck verliehen: „Dein Glück mit Houston ist für mich so erhebend wie eine Verklärung des meinigen!“ — „...grüße Houston, wir stehen uns sehr nahe — ich denke, wir sind uns schon auf einem andern Stern begegnet; ich brauche ihn gar nicht zu sehen, wir sind immer zusammen.“ — „...seine Niederlassung hier ist so bedeutend, mir sagt sie in der Stille beständig etwas!“ — das sind Worte aus dem Jahre 1929, die die Zweiundneunzigjährige zu ihrer Tochter Eva sprach. Chamberlain aber widmete ihr das erste Stück seines Goethe-Werkes, das er als erste Frucht des Schaffens im eignen Heim im Jahre 1912 der Meisterin zu Füßen legte, mit den folgenden, eine Beziehung von höchster Bedeutung kennzeichnenden Goetheschen Worten:
„Vor den   W i s s e n d e n   sich stellen,
sicher ist's in allen Fällen!
Wenn du lange dich gequälet,
13 Vorwort

weiß er gleich, wo es dir fehlet;
auch auf Beifall darfst du hoffen;
denn er weiß, wo du's getroffen.“
*
    Die Briefe Cosima Wagners und H. S. Chamberlains sind im Besitz von Frau Eva Chamberlain, ihre Veröffentlichung geschieht mit Zustimmung der Frau   W i n i f r e d   W a g n e r - B a y r e u t h.
    Die Briefe Cosima Wagners sind, bis auf wenige eigenhändig geschriebene, von ihr diktiert worden, meist ihrer Tochter Eva. Die Briefe Chamberlains sind, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, sich der Schreibmaschine zu bedienen, überwiegend mit der Hand geschrieben.
    Beide Briefschreiber verwenden häufig gewisse Abkürzungen. So bedeutet     Die in eckige Klammern in den Text gesetzten Zusätze sind solche des Herausgebers. Aufschlüsse über die vorkommenden Personennamen findet der Leser im Namenverzeichnis am Schluß.

    B a y r e u t h,   im Februar 1934.                      Paul Pretzsch.


Inhaltsübersicht

Aus H. S. Chamberlains Dresdener Zeit

Aus dem Jahre 1888

  1. 14. Juni 1888, an Cosima Wagner
  2. 20. Juni 1888, an Houston Stewart Chamberlain
  3. 24. Juni 1888, an Cosima Wagner
  4. 29. Juli 1888, an Cosima Wagner
  5. 15. September 1888, an Cosima Wagner
  6. 17. September 1888, an Houston Stewart Chamberlain
  7. 12. Oktober 1888, an Houston Stewart Chamberlain
  8. 17. Oktober 1888, an Cosima Wagner
  9. 21. Oktober 1888, an Cosima Wagner
  10. 23. Oktober 1888, an Houston Stewart Chamberlain
  11. 27. Oktober 1888, an Cosima Wagner
  12. 27. Oktober 1888, an Houston Stewart Chamberlain
  13. 08. Dezember 1888, an Cosima Wagner
  14. 10. Dezember 1888, an Cosima Wagner
  15. 12. Dezember 1888, an Houston Stewart Chamberlain
  16. 27. Dezember 1888, an Cosima Wagner
  17. 31. Dezember 1888, an Houston Stewart Chamberlain

Aus dem Jahre 1889
  1. 22. Januar 1889, an Cosima Wagner
  2. 24. Januar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  3. 29. Januar 1889, an Cosima Wagner
  4. 29-30. Januar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  5. 31. Januar 1889, an Cosima Wagner
  6. 01. Februar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  7. 03. Februar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  8. 06. Februar 1889, an Cosima Wagner
  9. 08. Februar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  10. 10. Februar 1889, an Cosima Wagner
  11. 17. Februar 1889, an Cosima Wagner
  12. 19. Februar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  13. 21. Februar 1889, an Cosima Wagner
  14. 23. Februar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  15. 26. Februar 1889, an Cosima Wagner
  16. 28. Februar 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  17. 01.-02. März 1889, an Cosima Wagner
  18. März 1889, an Cosima Wagner
  19. 09. März 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  20. 24. März 1889, an Cosima Wagner
  21. 28. März 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  22. 29. März 1889, an Cosima Wagner
  23. 30. März 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  24. 07. April 1889, an Cosima Wagner
  25. 09. April 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  26. 10. April 1889, an Cosima Wagner
  27. 17. April 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  28. 04. Mai 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  29. 18. Mai 1889, an Cosima Wagner
  30. 21. Mai 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  31. 25. Mai 1889, an Cosima Wagner
  32. 29. Mai 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  33. 30. Mai 1889, an Cosima Wagner
  34. 01. Juni 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  35. 02. Juni 1889, an Cosima Wagner
  36. 05. Juni 1889, an Cosima Wagner
  37. 06. Juni 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  38. 11. Juni 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  39. 12. Juni 1889, an Cosima Wagner
  40. 14. Juni 1889, Cosima Wagner an Frau Anna Chamberlain
  41. 17. Juni 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  42. 21. Juni 1889, an Cosima Wagner
  43. 09. Juli 1889, Houston Stewart Chamberlain an Eva Wagner

Aus H. S. Chamberlains Wiener Zeit

Aus dem Jahre 1889

  1. 04. November 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  2. 07. November 1889, an Cosima Wagner
  3. 24. November 1889, an Houston Stewart Chamberlain
  4. 27. November 1889, an Cosima Wagner
  5. 22. Dezember 1889, an Cosima Wagner

Aus dem Jahre 1890
  1. 20. Januar 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  2. 22. Januar 1890, an Cosima Wagner
  3. 25. Januar 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  4. 28. Januar 1890, Siegfried Wagner an Houston Stewart Chamberlain
  5. 02. Februar 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  6. 04. Februar 1890, an Cosima Wagner
  7. 11. Februar 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  8. 20. März 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  9. 23. März 1890, an Cosima Wagner
  10. 29. März 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  11. 11. April 1890, an Cosima Wagner
  12. 14. April 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  13. 19. April 1890, an Cosima Wagner
  14. 21. April 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  15. 03. Mai 1890, an Cosima Wagner
  16. 13. Mai 1890, an Cosima Wagner
  17. 19. Mai 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  18. 21. Mai 1890, an Cosima Wagner
  19. 30. Mai 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  20. 07. Juni 1890, an Cosima Wagner
  21. 11. Juni 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  22. 22. Juni 1890, an Cosima Wagner
  23. 28. Juni 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  24. 14. Juli 1890, an Cosima Wagner
  25. 16. Juli 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  26. 18. Juli 1890, an Cosima Wagner
  27. 27. Juli 1890, an Cosima Wagner
  28. 01. August 1890, an Cosima Wagner
  29. 03. August 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  30. 05. August 1890, an Cosima Wagner
  31. 06. August 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  32. 14. August 1890, an Cosima Wagner
  33. 18. August 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  34. 30. August 1890, an Cosima Wagner
  35. 10. September 1890, an Cosima Wagner
  36. 16. September 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  37. 11. Oktober 1890, an Cosima Wagner
  38. 14. Oktober 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  39. 21. Oktober 1890, an Cosima Wagner
  40. 04. Dezember 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  41. 04.-05. Dezember 1890, an Cosima Wagner
  42. 17. Dezember 1890, an Houston Stewart Chamberlain
  43. 21. Dezember 1890, an Cosima Wagner

Aus dem Jahre 1891
  1. 26. Januar 1891, an Cosima Wagner
  2. 04. Februar 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  3. 20. Februar 1891, an Cosima Wagner
  4. 05. März 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  5. 08. März 1891, an Cosima Wagner
  6. 11. März 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  7. 13. März 1891, an Cosima Wagner
  8. 22. März 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  9. 29. März 1891, an Cosima Wagner
  10. 03. April 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  11. 05. April 1891, an Cosima Wagner
  12. April 1891, Gedicht Cosima Wagners
  13. 13. April 1891, an Cosima Wagner
  14. 20. April 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  15. 22. April 1891, an Cosima Wagner
  16. 24. April 1891, an Cosima Wagner
  17. 20. Mai 1891, an Cosima Wagner
  18. 24. Mai 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  19. 04. Juni 1891, an Cosima Wagner
  20. 19. Juli 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  21. 27. Juli 1891, an Cosima Wagner
  22. 28. Juli 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  23. 27. Juli 1891, Houston Stewart Chamberlain an Eva Wagner
  24. 05. September 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  25. 23. September 1891, an Cosima Wagner
  26. 30. September 1891, an Cosima Wagner
  27. 02. Oktober 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  28. 12. Oktober 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  29. 26. Oktober 1891, an Cosima Wagner
  30. 28. Oktober 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  31. 29. Oktober  1891, an Cosima Wagner
  32. 31. Oktober 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  33. 08. November 1891, Houston Stewart Chamberlain an Eva Wagner
  34. 15. November 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  35. 20. November 1891, an Cosima Wagner
  36. 23. November 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  37. 30. November 1891, an Cosima Wagner
  38. 06. Dezember 1891, an Cosima Wagner
  39. 08. Dezember 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  40. 12. Dezember 1891, an Cosima Wagner
  41. 22. Dezember 1891, Houston Stewart Chamberlain an Eva Wagner
  42. 25. Dezember 1891, an Houston Stewart Chamberlain
  43. 27. Dezember 1891, an Cosima Wagner
  44. 29. Dezember 1891, an Houston Stewart Chamberlain

Aus dem Jahre 1892
  1. 25. Januar 1892, an Cosima Wagner
  2. 10. Februar 1892, an Cosima Wagner
  3. 19. Februar 1892, an Cosima Wagner
  4. 20. Februar 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  5. 02. März 1892, an Cosima Wagner
  6. 05. März 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  7. 09. März 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  8. 11. März 1892, an Cosima Wagner
  9. 22. März 1892, an Cosima Wagner
  10. 24. März 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  11. 27. März, 1892, an Cosima Wagner
  12. 01. April 1892, an Cosima Wagner
  13. 03. April 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  14. 24. April 1892, an Cosima Wagner
  15. 24. Mai 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  16. 26. Mai 1892, an Cosima Wagner
  17. 02. Juni 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  18. 04. Juni 1892, an Cosima Wagner
  19. 08. Juni 1892, an Cosima Wagner
  20. 1892, an Cosima Wagner
  21. 28. August 1892, an Cosima Wagner
  22. 05. September 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  23. 22. September 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  24. 25. September 1892, an Cosima Wagner
  25. 04. Oktober 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  26. 13. Oktober 1892, an Cosima Wagner
  27. 18. Oktober 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  28. 20. November 1892, an Cosima Wagner
  29. 27. November 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  30. 29. November 1892, an Cosima Wagner
  31. 30. November 1892, an Cosima Wagner
  32. 11. Dezember 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  33. 13. Dezember 1892, an Cosima Wagner
  34. 16. Dezember 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  35. 18. Dezember 1892, an Cosima Wagner
  36. 21. Dezember 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  37. 21. Dezember 1892, an Cosima Wagner
  38. 25. Dezember 1892, an Houston Stewart Chamberlain
  39. 31. Dezember 1892, an Cosima Wagner

Aus dem Jahre 1893
13. Januar 1893, an Houston Stewart Chamberlain
01. Februar 1893, an Houston Stewart Chamberlain
03. Februar 1893, an Houston Stewart Chamberlain
05. Februar 1893,
an Cosima Wagner
08. Februar 1893, an Houston Stewart Chamberlain
16. Februar 1893,
an Cosima Wagner
19. Februar 1893, an
Houston Stewart Chamberlain
22. Februar 1893, an
Cosima Wagner
09. März 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
23. März 1893,
an Cosima Wagner
27. März 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
29. März 1893,
an Cosima Wagner
03. Mai 1893,
an Cosima Wagner
05. Mai 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
06. Mai 1893,
an Cosima Wagner
26. Mai 1893,
an Cosima Wagner
30. Mai 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
30. Mai 1893,
an Cosima Wagner
05. Juni 1893,
an Cosima Wagner
10. Juni 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
27. Juni 1893,
an Cosima Wagner
02. Juli 1893,
an Cosima Wagner
06. Juli 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
08. Juli 1893,
an Cosima Wagner
02. August 1893,
an Cosima Wagner
06. August 1893, an Houston Stewart Chamberlain
15. September 1893, an Houston Stewart Chamberlain
18. September 1893, an Cosima Wagner
28. September 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
04. Oktober 1893,
an Cosima Wagner
08. Oktober 1893, an
Houston Stewart Chamberlain
21. Oktober 1893,
an Cosima Wagner
26. Oktober 1893,
an Cosima Wagner
28. Oktober 1893,
an Houston Stewart Chamberlain
30. Oktober 1893, an Houston Stewart Chamberlain
15. November 1893,
an Cosima Wagner

...

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Letzte Änderung am / Laatste wijziging / Last update: 13. April 2008