Hereunder follows the transcription of H. S. Chamberlain's Rasse und Nation, published by J. F. Lehmanns Verlag, 1918, a pamphlet from Deutschlands Erneuerung, Monatsschrift für das deutsche Volk, 2. Jahrg., Nr. 7, July 1918, p. 449—458. A first version of this essay appeared under the title Über die Judenfrage in Rumänien, Bukarest, Nr. 10, Oct. 1900. According to Chamberlain, this essay made him „kind of“ famous in Roumania (which had a large ethnic German community); thousands of copies were made and spread around the country, and he received letter after letter from Roumanians expressing their approval. See H. S. Chamberlain's letter to Emperor Wilhelm II, February 20th, 1902. It was reprinted in the Ostdeutsche Rundschau, Vienna, date unknown, and in the Tägliche Rundschau, Berlin, May 29th, 1901.
N.B.: notes with asterisks *). **), etc., are not original, but made by me.

Hieronder volgt de transcriptie van H. S. Chamberlain's Rasse und Nation, gepubliceerd door J. F. Lehmanns Verlag, 1918, een vlugschrift uit Deutschlands Erneuerung, Monatsschrift für das deutsche Volk, 2. Jaarg., Nr. 7, Juli 1918, p. 449—458. Een eerste versie van dit essay verscheen onder de titel Über die Judenfrage in Rumänien. in de Nuova Revista Romana, Boekarest, Nr. 10, Oct. 1900. Volgens Chamberlain maakte dit essay hem „nogal“ beroemd in Roemenië (dat een grote etnisch Duitse gemeenschap had), duizenden kopieën werden gedrukt en verspreid door het land, en hij ontving brief na brief van Roemenen die hun bijval betuigden. Zie H. S. Chamberlain's brief aan keizer Wilhelm II, 20 Februari 1902. Het werd herdrukt in de Ostdeutsche Rundschau, Wenen, datum onbekend, en in de Tägliche Rundschau, Berlijn, 29 Mei 1901.
N.B.: noten met asterisken *). **), enz., zijn niet origineel, maar van mij.

Rasse und Nation

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Flugblatt aus
Deutschlands Erneuerung“

Deutschlands Erneuerung

Monatsschrift für das deutsche Volk
Herausgegeben von Geh. Hofrat G. v. Below, H. St. Chamberlain, H. Claß, Professor R. Geyer-Wien, Geheimrat M. v. Gruber, Geheimrat Professor Dr. Dietr. Schäfer, Dr. G. W. Schiele, Reg.-Präsident v. Schwerin, Geheimrat R. Seeberg.
Schriftleitung: Dr. Erich Kühn — Verlag: J. F. Lehmann, München.
Bezugspreis für den Jahrg. 1918: vierteljährlich M. 5.—; Einzelheft M. 1.80
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2. Jahrgang 1918 — Heft 7 — Juli
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Rasse und Nation


von

H. St. Chamberlain
(Bayreuth)

Lehmanns Verlag

J. F. Lehmanns Verlag, München.

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Urheber und Verleger behalten sich alle Rechte vor.

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Auf dem Berliner Kongreß 1878 führte ein Jude das große Wort; mit jener treue gegen das eigene Volk, welche den Juden in verehrungswürdiger Weise auszeichnet, benutzte schnell der englische Jude Disraeli die Gelegenheit, seinen Blutgenossen in jenen Ländern die Hand zu reichen; er griff hinein in die inneren Angelegenheiten der Rumänen und zwang ihnen die sog. Emanzipation der Juden auf; Rumänien mußte der Gewalt weichen, es blieb ihm nichts anderes übrig; soweit es aber möglich war, baute es Schutzmauern auf, verwehrte den Juden die politischen Rechte, sowie das Recht auf Grundbesitz und rettete dadurch die werdende Nation aus tödlicher Gefahr.
    Herrn von Kühlmann *) lassen die Lorbeeren Disraelis nicht ruhen, auch er will dem Judentum dienen, wo es nur angeht, und benutzt die Niederlage des irregeleiteten rumänischen Staatswesens, um Vorteile nicht etwa für die Deutschen, sondern für die Juden Rumäniens zu erwirken — scheint also das Deutsche Reich als Hauptagentur der Alliance Israélite zu betrachten. Dieser sonderbare Vorgang weckt in mir die Erinnerung an einen   B r i e f,   den ich   v o r   r u n d   2 0   J a h r e n   an einen rumänischen Gelehrten schrieb, der mich über die damals infolge unaufhörlicher international-jüdischer Hetzereien brennende Frage um meine aufrichtige Ansicht gebeten hatte; beim Wiederlesen finde ich die Ausführungen   h e u t e   n i c h t   m i n d e r   zeitgemäß als damals und teile sie darum ein wenig gekürzt im folgenden mit:
    „Sie fragen mich: Würden Sie   d e n   R u m ä n e n   raten, den Juden die völlige bürgerliche und politische Gleichberechtigung zu gewähren?   D e n   R u m ä n e n !   Ihre Frage würde ich also nicht richtig verstehen, wollte ich mit Allgemeinheiten antworten, und nicht die besonderen Verhältnisse Rumäniens, und zwar im gegenwärtigen Augenblick, berücksichtigen. Denn — um nur ein Beispiel anzuführen — es ist geradezu kindisch, weil eine politische Maßregel in einem staate wie England, dessen königliche Familie seit 900 Jahren auf dem Throne sitzt, dessen heutige Ge-
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    *) Richard von Kühlmann, Minister of Foreign Affairs, who led the German delegation that concluded the Treaty of Bucharest after the defeat of Romania, May 1918.

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setzgebung in einer gleich alten Vergangenheit wurzelt und sich während dieser langen Epoche ununterbrochen entwickelt hat, in einem Lande, wo das Herkommen so felsenartig stark ist, daß das Neue sich den alten Formen anbequemen muß, um Aufnahme zu finden, es ist, sage ich, lächerlich, weil eine politische Maßregel wie die völlige Gleichberechtigung der Juden dort keinen tiefer reichenden, dauernden Schaden anrichtet, zu folgern, diese selbe Maßregel müsse dem rumänischen Staate ebenfalls anempfohlen werden. Selbst wenn das prozentuale Verhältnis der Juden in beiden Ländern gleich wäre, die Folgerung wäre durchaus unlogisch.
    Erst seit dem Jahre 1723, d. h. also mehr als ein halbes Jahrtausend nach der Begründung des englischen Reiches und erst nach einer in der Hauptsache dauernden Festigung des Landbesitzes, ließ das englische Volk die Juden zum Grundeigentum zu. Wer weiß, ob das heutige England — die Weltmacht — unter anderen Bedingungen je entstanden wäre? Ich glaube es nicht. Denn im frühen Mittelalter waren die Juden in England sehr zahlreich; und wenn Sie des berühmten Nationalökonomen Cunninghams Werk The growth of English industry and commerce during the early and middle ages (dritte Auflage, 1896, S. 199ff.) aufschlagen, so werden Sie sehen, daß diese Juden, denen bis zum Jahre 1290 jedes Gewerbe und jedes Handwerk offenstand, und gegen die noch kein Vorurteil herrschte, sich ausschließlich mit Geldwucher und anderen unsauberen Geschäften abgaben. Die vielen Versuche der Regierung, die Juden zur Ergreifung anständiger Gewerbe zu bewegen, schlugen fehl. (S. 203.) Und so vergleicht denn Cunningham die damalige jüdische Kolonie, mit „einem Schwamm, der daß gesamte Vermögen der werdenden Nation aufsog“. Genau ebenso erging es damals dem französischen Adel; fast sein gesamter Besitz war im 13. Jahrhundert an die Juden verpfändet (siehe André Réville: Les paysans au Moyen Age, 1896, S. 3). Was hat nun diese Länder vor der gänzlichen Entnationalisierung schon in diesen ersten Anfängen ihres staatlichen Daseins geschützt? Einzig die Klausel, welche den Juden vom Grundbesitz ausschloß. Ohne diese Maßregel wäre der gesamte Boden von England und Frankreich — abgesehen von den Staatsdomänen — vom 13 Jahrhundert ab jüdischer Besitz gewesen, und die Geschlechter, welche englische Geschichte seitdem gemacht haben, hätten als Frondiener der Wucherer ihr Dasein fristen müssen! Jene eine Maßregel genügte aber nicht, um dem zersetzenden Einfluß der großen jüdischen Kolonie in England Einhalt zu tun, und so entschlossen sich die von jeher praktischen Engländer zu einem gründlicheren Vorgehen: sie entfernten sämliche Juden aus dem Lande. Vom Jahre 1290 bis zum Jahre 1657 hat es in England keinen Juden gegeben — d. h. also während der ganzen Konsolidierung der Nation, vom großen ersten Eduard (dem ersten echten Nationalkönig und Begründer des eigentlichen Parlaments) bis nach dem Tode der großen Herrscherreihe, die mit Heinrich VIII. beginnt, in Elisabeth gipfelt und mit Cromwell und seiner weitsichtigen übersee-

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ischen Politik endet. Diese Tatsache ist nun von dauerndem Einfluß bis auf den heutigen Tag geblieben. Denn während es zur Zeit der Vertreibung 16 000 Juden in England gegeben hatte (siehe Green: History of the English People, Buch III, Kap. 4), was nach den zuverlässigsten Schätzungen der damaligen Bevölkerungszahlen mindestens 1, wahrscheinlich aber gegen 2% der Bevölkerung ausmachte, gibt es in dem heutigen England (nach dem Jewish Year Book für das Jahr 1898) nicht ganz ¼% Juden. Inzwischen war eben das englische Volk nach jeder Richtung hin erstarkt, und so konnte der Jude nie mehr in dem Maße wie früher — und trotzdem alle Türen und Tore ihm offen standen — Fuß fassen. Wenn also, wie gesagt, das prozentuale Verhältnis der Juden in England und in Rumänien heute dasselbe wäre, so berechtigen die Lehren der Geschichte nicht zu der Behauptung: weil in England die Juden seit anderthalb Jahrhunderten Grundeigentum besitzen dürfen und seit etwa 50 Jahren in jeder Beziehung gleichberechtigte Bürger sind, deswegen ist ein gleiches für Rumänien ratsam. Nur Sophismus oder Unwissenheit kann eine derartige Folgerung ziehen. Denn die Geschichte — deren Lehren zwar schwer zu entziffern, doch darum nicht zu verachten sind — scheint vielmehr das Gegenteil zu beweisen. Wollte Rumänien sich nach dem Beispiel des erfolgreichen Staates England richten, so müßte es schleunigst seine sämtlichen Juden des Landes verweisen und sie erst nach drei bis vier Jahrhunderten wieder zulassen, nachdem die Nation sich äußerlich und innerlich ausgebaut und die Besitzverhältnisse sich dauernd gefestigt hätten.
    Nun sind aber die zahlenmäßigen Verhältnisse nicht dieselben. Während im alten, starken, festkristallisierten England auf 400 Menschen ein Jude kommt, zählen sie in Rumänien auf 100 Menschen mindestens 6 Juden. Der absoluten Zahl nach besitzt das verhältnismäßig noch spärlich bevölkerte Rumänien viermal soviel Juden wie daß dichtbevölkerte England, der relativen Zahl nach ungefähr 25 mal soviel! Das allein sollte genügen, Bedenken zu geben. Denn man braucht kein blinder Judenhasser zu sein, um aus einer mehrtausendjährigen Geschichte zu erkennen, daß der Jude überall und immer ein zersetzendes Element gewesen ist. Seine guten und seine schlechten Eigenschaften wirken beide dahin, daß er das, was er berührt, entweder zerstört oder sich zum Nachteil des anderen aneignet. Die Israeliten von ehedem haben nicht die Kanaaniter vertilgt oder verjagt, das bezeugt das alte Testament an vielen Stellen, und es steht außerdem wissenschaftlich fest. Die größte lebende Autorität, Prof. Wellhausen, schreibt (Israelitische und jüdische Geschichte, 3. Ausg., S. 48): „Hätten die Israeliten die alteingesessenen Landeskinder vertilgt, so würden sie das Land zur Wüste gemacht und sich selbst um den Gewinn der Eroberung gebracht haben. Indem sie sie schonten und   s i c h   s e l b e r   i h n e n   g l e i c h s a m   a u f p f r o p f t e n,   wuchsen sie zugleich in ihre Kultur hinein. In Häuser, die sie nicht gebaut, in Felder und Gärten, die sie nicht urbar gemacht und angelegt hatten,

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nisteten sie sich ein. Überall traten sie als   g l ü c k l i c h e   E r b e n   i n   d e n   G e n u ß   d e r   „A r b e i t   i h r e r   V o r g ä n g e r“.   Und einer der judenfreundlichsten Gelehrten unserer Zeit, der Englische Theologe Sayce (The races of the old Testament, 2. Ausgabe, Kap. und 6) behauptet, der echte Jude hätte nur in den Städten und größeren Dörfern Palästinas gelebt und sei gleichsam ein Fremder im eigenen Land gewesen. Also selbst als sie am stärksten waren und einen eigenen Staat besaßen, vermochten die Juden nur dadurch zu bestehen, daß sie sich einem fleißigen Volke „aufpfropften“ und es „um den Genuß seiner Arbeit brachten“. Die Juden besitzen viele achtungswerte Eigenschaften; ich habe seit meiner Jugend geschätzte Freunde unter ihnen besessen; ich könnte Ihnen ein ganzes Kapitel schreiben über daß, worin sie uns allen ein Muster zu sein verdienten; doch das muß jeder einsichtige und wissende Mann zugeben: sie sind jedes politischen Instinktes bar, überhaupt jedes Taktes. Daher durfte jener große, weise, den Juden von Jugend auf freundlich gesinnte Mann — G o e t h e — die Behauptung aufstellen:   „D u l d s a m k e i t   g e g e n   d i e   J u d e n   b e d r o h t   d i e   b ü r g e r l i c h e   V e r f a s s u n g“ *)  (Dichtung und Wahrheit, 13. Buch). Ihr ganzer Charakter drängt die Juden dazu, mit Leidenschaft die Gegenwart und nur die Gegenwart zu erfassen; Politik dagegen ist daß Verständnis der Zukunft. Und während nun die Politik stets beschäftigt ist, die Reibung zwischen dem, was ist, und dem, was sein wird, zu vermindern, sorglich verhütend, daß der heutige Tag an den höheren Ansprüchen des morgigen verarme und verblute, zugleich aber, daß das Erbteil kommender Geschlechter von dem gegenwärtigen aufgezehrt werde, hat der Jude für keine dieser beiden Aufgaben Verständnis. Selbst der „edle Jude“ ist folglich für eine junge, werdende Nation nicht zu gebrauchen; selbst er kann ihr nur schaden. In welchem Maße aber der unedle Jude ein zerfressendes Gift für sie ist, das werden Sie aus Erfahrung wissen. Wie wollen Sie nun es fertigbringen, das junge, noch nicht mit Eisen gepanzerte Staatsschiff Rumäniens durch alle Gefahren sicher hindurchzusteuern, wenn Sie 25 mal mehr Juden an Bord haben als England? Denn wohlgemerkt, England ist mit seinem heutigen Prozentsatz von 1 in 400 so ziemlich an die Grenze des ihm zulässig Erscheinenden gelangt. Lassen Sie sich durch die schönen Phrasen und die fast unbewußte Heuchelei der Engländer nicht irreführen. Erinnern Sie sich daran, das vor einigen Jahren die Stadt London eine Abordnung an den Kaiser von Rußland schickte, ihn anzuflehen,   e r   s o l l e   s e i n e   J u d e n   n i c h t   a u s w e i s e n ?   Den rechten Kommentar dazu würden Sie erhalten, wenn Sie eine Wahlrede lesen wollten, welche Joseph Chamberlain, der vielgenannte Kolonienminister, zur selben Zeit in derselben Stadt London hielt, und in welcher er in bezug auf die zunehmende Einwanderung der Juden vom Festland nach England sagte: „Es ist hohe Zeit, das wir auf Mittel sinnen,   d i e s e   F r e m d e n   v o n   u n s e r e n   K ü s t e n   f e r n z u h a l t e n,   d a m i t   s i e   n i c h t   f o r t f a h r e n,   d e m   h u n g e r n d e n   e n g l i s c h e n   A r b e i t e r   d a s   B r o t   v o m   M u n d e
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     *) Goethe wrote: „...und mit einem noch größeren Einfluss ward die bürgerliche Verfassung bedroht, als man Duldsamkeit gegen die Juden mit Verstand, Scharfsinn und Kraft, der gutmütigen Zeit anzuempfehlen bemüht war.“

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w e g z u s t e h l e n.“   Diese zwei Dinge, einerseits die menschenfreundliche Bitte an Rußland, seine Juden bei sich daheim zu behalten, anderseits die Ankündigung von Maßregeln zur Verhinderung der Einwanderung von Juden nach England, hängen eng zusammen; der Engländer ist eben ein praktischer Mensch. Und dann, was Sie nie erfahren werden, außer, wenn Sie England selbst bereisen — denn fast die gesamte Presse Europas ist in jüdischen Händen und hält uns viel unwissender als unsere Vorfahren im Mittelalter waren, über manches, was um uns herum vorgeht —‚ daß ist die Tatsache der wachsenden Erbitterung gegen die Juden in England. Vor dreißig Jahren gab es in ganz England nicht einen einzigen Menschen, der das Vorhandensein einer „jüdischen Gefahr“ zugegeben hätte. Jetzt sind die Leute durch die Ereignisse belehrt worden. Erlauben Sie mir, diese Behauptung durch die Erzählung einer eigenen Erfahrung zu bekräftigen.
    Vor einiger Zeit besuchte ich Verwandte in einer englischen Provinzstadt, eine kernliberale Familie. Als ich das letztemal, genau 20 Jahre früher, mich dort aufgehalten hatte, kannte ihre Empörung über die antisemitische Bewegung auf dem Festland keine Grenzen und genau entsinne ich mich, wie ich fast gelyncht wurde, als ich einmal einige schüchterne Worte zur Entschuldigung und Erklärung dieser so natürlichen Abwehr vorbrachte. Wie war jetzt alles geändert! Ich sprach meine Freude aus, am nächsten Morgen die Läden besuchen zu können, wo ich als Kind meine kleinen Einkäufe in machen geliebt hatte... „Ach A. ist schon lange bankrott, er hat sich erschossen, seine Söhne sind ausgewandert! B. hat vor wenigen Monaten sein Geschäftshaus gesperrt; er hatte schon die Hälfte seines Vermögens eingebüßt, mit dem übrigen hat er sich ein kleines Bauernhaus gekauft, um seine alten tage in Ruhe und Vergessenheit auszuleben. Zu C. willst du gehen? — Den wirst Du freilich noch antreffen; er ist erster Kommis heute in dem Geschäft, das seinem Vater, Großvater und Urgroßvater gehört hatte.“ Und so ging die Liste weiter. Was war denn inzwischen geschehen? Denn unbedingte Solidität war ein Geschäftsgrundsatz der Engländer gewesen und darum hatten in solchen kleinen Städten die besseren Läden einen sozusagen unbeweglichen Bestand. So wußte z. B. von den oben genannten B. u. C. niemand zu sagen, seit wann sie bestanden, die ältesten Leute hatten sie als uralte Firmen gekannt; A., dessen geschäft eine größere Bedeutung besaß, konnte die Begründung im Jahre 1619 dokumentarisch erhärten. Und nun, innerhalb weniger Jahre, mehr als ein Drittel dieser alten Häuser zugrunde gegangen! Daß der Landbesitz in England auf ungefähr ein Drittel seines früheren Wertes gesunken war, wußte ich, doch hat das Fabrikwesen und infolgedessen das Stadtleben zugenommen; der Vermittler vielgebrauchter Waren müßte also eher besser als schlechter dastehen. „Ja, Du hast recht,“ erhielt ich zur Antwort, „er müßte besser stehen; Du vergißt nur eines:   D i e   I n v a s i o n   d e r   d e u t s c h e n   J u d e n“.   („Deutsche Juden“ nennt der Engländer alle vom Festland neu einwandernden

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Juden gleich viel, woher sie in Wirklichkeit stammen.) Und nun entspann sich eine ähnliche Unterhaltung wie vor 20 Jahren, nur daß die Rollen vertauscht waren. Denn ich machte geltend, wie ultrakonservativ der Provinz-Engländer sei, unfähig, von seinen alten Gewohnheiten abzuweichen; nun sei der an und für sich beweglichere Jude eingetroffen, der außerdem noch durch die Einführung neuer Artikel und neuer Geschäftsmethoden gegen die alteingesessenen Geschäfte aufzukommen hoffen durfte usw. Doch meine Vettern ließen meine Einwürfe wenig gelten. Wie ein verzehrender Heuschreckenschwarm seien diese Juden über das Land niedergegangen und nicht durch größere Intelligenz und bessere Ware hätten sie die erbeingesessenen Häuser zugrunde gerichtet, sondern durch unlauteren Wettbewerb, durch betrügerischen Bankrott, durch Arbeiterschindung, durch die Einführung einer Schundware, wie man sie früher bei uns nie gesehen habe usw. Und — leider — es waren das keine leeren Behauptungen; keiner meiner Vettern hatte je eine antisemitische Schrift auch nur gesehen; nein, sie sprachen aus Erfahrung, und die Beweise, nämlich die Erzählung der greifbaren Fälle, regneten auf mich nieder. Als ich am nächsten Morgen in die Stadt fuhr, überzeugte ich mich selbst, welche tiefe Veränderung vorgegangen war; mein altes England war kaum zu erkennen. Ein kleines, handgreifliches Beispiel: einigen lieben bosnischen Freunden hatte ich versprochen, echte englische Taschenmesser für sie zu besorgen; unter der väterlichen Regierung Österreichs ist nämlich dafür gesorgt, daß in Bosnien nur die schlimmste Schundware von dem in jedem Dorfe das Monopol führenden „Tschifut“ *) verabreicht werde; alte bosnische Bauern besitzen aber aus der Zeit vor der Okkupation echte englische Messer wie auch Kleider aus echten englischen Stoffen, beide sind unter ihnen heute sprichwörtlich für „gute Ware“. Nun denn, solche „gute Ware“ hatte ich den lieben Leuten versprochen. Ihn der ganzen kleinen Stadt ist es mir aber nicht möglich gewesen, eines jener unvergleichlichen englischen Taschenmesser aufzutreiben! Als ich Kind war, gab es keine anderen; jeder Kaufmann hätte sich geschämt, schlechte Ware zu halten, auch wenn seine Kunden sie der Billigkeit halber verlangt hätten. Jetzt dagegen fand ich nur Schundware, zum Teil englischer, zum größeren Teil aber deutscher Herkunft. Der jüdische Kaufmann führt die gute Ware nicht, weil sein Gewinn darauf geringer ist. Freilich, sobald man sich in den Kreisen der größeren Handelshäuser und Fabrikanten umsah, war in jener Stadt wenig verändert; einige verdächtige Namen hatten sich zwar schon eingeschlichen, doch das Alte bestand noch. Auf dem Lande waren keine Veränderungen im Besitz eingetreten. Aber so weit hatte es doch das eine Viertel Prozent Juden im Laufe von nur 20 Jahren gebracht! Das kleinere Gewerbe war zum Teil schon ruiniert und entweder hinausgejagt oder in die dienende Stellung den Juden gegenüber herabgedrückt, der andere Teil kämpfte in gedrückten Verhältnissen für seine Existenz und konnte nur bestehen, wenn er die ehrenvollen Überlieferungen seiner Väter preisgab. Zugleich
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    *) „Tschifut“: „Jude“.

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— und hier sehen Sie, auf welche Weise der nächstfolgende Kreis schon angefressen wird — ist der ärmere Teil der Bevölkerung — der Bauer, der Handwerker, der seine Bedarfsartikel nicht aus London oder Birmingham beziehen kann — gezwungen, die schlechte Ware zu kaufen, aus dem einfachen Grund, weil ihm keine andere geboten wird. Und können Sie glauben, daß solche Verhältnisse keine Erbitterung im Lande hervorrufen? Aus den schon genannten Gründen erfahren Sie in Rumänien nichts davon, doch ich versichere Ihnen, Sie werden eines Tages ganz unvorhergesehene Dinge erleben, denn die Empörung und der Zorn sind in England um so größer, als der Engländer den Juden arglos und mit offenen Armen aufgenommen hatte.
    So stehen die Dinge in England; das haben in kurzer Zeit 100 000 Juden gegen 23 Mill. Angelsachsen vermocht! Und Sie glauben, daß, wenn die 5½ Mill. Rumänen ihren 400 000 jüdischen Gästen die volle bürgerliche und politische Gleichberechtigung zugestehen, es nach 100 Jahren — ach, was sage ich — nach 50 Jahren noch überhaupt Rumänen auf der Welt geben wird, außer in der Gestalt von Packträgern, Straßenkehrern und bis aufs Blut geschundenen Bauernknechten?
    Und während wir den Vergleich mit England festhalten, lassen Sie mich noch eine letzte Bemerkung daran knüpfen.
    Soll eine Nation groß werden, so kann sie von einem Grunderfordernis nicht absehen, und dieses ist:   d i e   B i l d u n g   e i n e s   N a t i o n a l c h a r a k t e r s,   d.   h.   e i n e r   b e s o n d e r e n,   u n t e r s c h i e d e n e n   R a s s e.   Sehr verschiedene Völkerschaften sind auf den englischen Inseln zusammengestoßen, doch entstammen sie alle derselben Familie, der nordeuropäischen Menschenart, dem Homo europaeus der Anthropologen. Und nun ist im Laufe der Jahrhunderte, durch Kreuzung gefolgt von Inzucht, eine ganz neue, durchaus eigenartige und unvergleichlich scharf ausgeprägte Rasse hervorgegangen. In dieser besonderen Rasse wurzelt alles, was Englands Größe ausmacht, sowohl auf dem poetischen und wissenschaftlichen Felde wie auf dem Gebiete der Praxis, der Industrie, des Unternehmens. Trotzdem nun die Moldau und die Walachei uralte Länder sind, sind Sie im heutigen Rumänien noch weit von einer derartigen Ausgleichung entfernt; die geschichtlichen Verhältnisse standen der einheitlichen, nationalen Rassenbildung bei Ihnen bisher im Wege. Das muß anders werden, sonst werden Sie nie eine gefestigte, große Nation. Der eigentliche Rumäne muß die übrigen Elemente völlig aufsaugen. Es wird ihn selber nur bereichern: die Griechen, die Bulgaren, die Armenier, die Deutschen usw., sie alle sind seine Vettern. Auch der Zigeuner, obwohl er viel weiter steht, gehört unzweifelhaft zum arischen Stamme. Dagegen beweist alle Erfahrung, daß eine Verschmelzung mit Juden durch geschlechtliche Kreuzung, erstens ein verderbliches und zweitens ein illusorisches Unternehmen ist.
    Daß es ein verderbliches Unternehmen ist, lehrt die Naturwissenschaft. Darwin hat an der Hand eines riesigen Materials gezeigt (siehe namentlich Animals and Plants under Domestication,

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Kap. XV und XIX), daß ein Kreuzen zwischen unverwandten Rassen oder zwischen verwandten Rassen, deren Eigenschaften aber schon durch Züchtung in sehr abweichender Weise entwickelt sind, zur unrettbaren Entartung führt. „Crossing obliterates characters“, sagt er: das Kreuzen löscht die auszeichnenden Eigenschaften beider Elternrassen aus; was es erzeugt, ist der eigentliche Bastard, ein Wesen, dessen Charakter Charakterlosigkeit ist. Wozu noch die Erwägung kommt, daß die weniger edle und die geschlechtlich stärkere Rasse stets siegt. Mulatten kehren nach wenigen Generationen zum reinen Negertypus zurück. Die von Juden mit Europäern gezeugten Kinder sind Bastarde, die aber ohne Ausnahme zum Judentum hinneigen. Manchmal bleibt diese Tatsache ein, auch zwei Generationen hindurch wenig sichtbar; da plötzlich, ohne neuerliche semitische Beimengung, steht der reine Jude wieder vor uns, als wäre er gestern von den Ufern des Jordan hier eingetroffen! Durch Vermengung mit Ihrem riesigen Prozentsatz an Juden werden Sie also die Wurzelkraft des rumänischen Reiches vernichten, nämlich jede Möglichkeit, eine neue starke Nationalrasse zu züchten.
    Außerdem ist aber, wie gesagt, ein derartiges Unternehmen illusorisch.   D i e   J u d e n   w o l l e n   n i c h t   m i t   d e n   ü b r i g e n   V ö l k e r n   d e r   E r d e   v e r s c h m e l z e n.   Wollten sie es, wäre nicht die Absonderung das Grundgesetz und das Lebensprinzip des Judentums, so gäbe es seit mehr als einem Jahrtausend überhaupt keine Juden mehr, ebensowenig wie es aus ihrer nächsten Verwandtschaft Karthager oder Tyräer oder Moabiter oder Ammoniter gibt. Alle diese Völkerschaften sind durch Vermischung mit anderen größeren Völkern in diese aufgegangen; dagegen existiert der Jude noch heute, weil er sich zu jeder Zeit geweigert hat, mit anderen Völkern die Ehe einzugehen. „Euch allein habe ich von allen Stämmen der Erde gekannt“, spricht Jehovah zu den Juden (Amos 3, 2). Nicht wir sind es, der Jude ist es, der die Kluft zwischen sich und uns als unüberbrückbar betrachtet. Der jüdische Philosoph Philo — ein sehr freisinniger, fortschrittlicher Mann, kein orthodoxer Gläubiger — sagt es kurz heraus: „Einzig die Israeliten sind Menschen im wahren Sinne des Wortes.“ Als das eigentliche Judentum (im Unterschied zu dem weiteren Israelitentum gegründet wurde — nämlich nach der Wiederkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft — da wurde eine Sünde unter allen Sünden als die schwerste, als „die Sünde gegen Gott“ (Nehemia 13, 27) hervorgehoben: „wenn Eure Söhne ausländische Weiber nehmen.“   D i e s e s   g e s e t z   g i l t   h e u t e,   w i e   v o r   2 5 0 0   J a h r e n.   Ein ganz anderes ist es, die fremden Völker mit jüdischem Blut zu durchsetzen; das ward stets mit systematischer Gründlichkeit betrieben. Denn schon das alte Gesetz betrachtet die Ehe der jüdischen Tochter mit einem Nichtjuden zwar nicht als wünschenswert, doch als eine geringere Sünde; und indem die heutige internationale jüdische Plutokratie ihre Töchter an Fürsten und Adel verheiratet, erwirbt sie sich Zugang und Einfluß gerade an jenen maßgebenden Stellen, die ihr sonst ver-

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schlossen blieben, ohne daß der eigene, reinjüdische Stamm durch einen einigen Tropfen Gojimblutes verunreinigt werde, oder — um mich der Sprache der Bibel zu bedienen — ohne „daß der heilige Same gemein gemacht werde mit fremden Völkern“ (Esra 9, 2). Von allen heutigen großen jüdischen Familien gibt es nicht eine einzige, welche in ihrem männlichen Stamme gemischtes Blut aufwiese. Selbst die wenigen Besitzer großer Bankhäuser, welche sich (aus mir unbekannten Gründen) haben taufen lassen, wie die Erlanger, Oppenheim usw., bleiben nach wie vor rein jüdisch. Und damit Sie nicht etwa glauben, ich schwatze da ins Blaue hinein, so bitte ich Sie, ein zuverlässiges Buch zur Hand zu nehmen, z. B. das Jewish Year Book, und da das Kapitel über den jüdischen Adel Englands nachzuschlagen. Sie werden sehen, daß bis zum heutigen Tag kein einziger männlicher Sproß dieser Familien — nicht einmal ein jüngerer Sohn — außerhalb des reinen Judentums geheiratet hat, und daß von den Töchtern nur ein kleiner Prozentsatz — dann aber mit weiser Auswahl der höchsten Hofkreise — sich hat der heiligen Sache opfern müssen in den Armen von Nichtjuden. Hier, wo die Tatsachen übersichtlich klar und dokumentarisch sicher vor Augen liegen, können Sie das Verhalten des gesamten Judentums in bezug auf die Vermengung mit uns Nichtjuden kennen lernen. Freilich gibt es in bürgerlichen Kreisen jüdische Männer, welche Nichtjüdinnen heiraten, doch ist die Zahl verschwindend gering und ich habe schon in mehreren solchen Fällen feststellen können, mit welchem sicheren Gefühl für Rasse diese Juden, die ostentativ „Mischehen“ eingingen, sich ihre Christinnen aus Familien wählten, die stark mit jüdischem Blute durchsetzt waren. Wir Europäer achten auf dergleichen nicht; der Jude verliert niemals — von der Wiege bis zum Grabe — das Interesse seiner Rasse aus den Augen.
    Sie sehen also, daß der großmütige Gedanke, sich Ihre jüdische Kolonie durch die Verschmelzung der Rassen zu assimilieren, verderblich und illusorisch sein würde. Sie Rumänen, Sie könnten die leuten Schranken niederreißen, die Juden dagegen werden sie niemals niederreißen, — das beweist jedes Blatt ihrer Geschichte. Die Folge eines derartigen politischen Donquichotismus könnte nur diese sein: innerhalb weniger Generationen würde es in Rumänien eine einzige, zahlreiche, fast reine Rasse geben, die der Juden; die ganze übrige Bevölkerung wäre (wenigstens in den sog. besseren, kultivierteren und politisch führenden Klassen) ein Chaos von mehr oder weniger verjudeten Mischlingen. Ein rumänisches Volk würde es überhaupt nicht geben, sondern in einem neuen Palästina würde eine sehr zahlreiche Minderheit reinrassiger Juden mit eiserner Faust die neuen Kanaaniter bedrücken und sie bis aufs Blut schinden. Und hier und dort wandelte vielleicht ein edler jüdischer Seher klagend herum: ob denn nicht Gott „dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demütigen werde, daß ein Mann teurer sein soll denn seines Gold, und ein Mensch mehr wert denn Goldstücke“; doch ich fürchte, seine

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Brüder würden ebensowenig auf ihn hören, wie sie seinerzeit auf Jesaia gehört haben.
    Soll ich aus allem Gesagten noch die Folgerungen ziehen? Nein, nicht wahr? Es ist nicht nötig. Nieder mit allen Judenverfolgungen! Nieder mit allem absurden, mittelalterlichen Aberglauben! Nieder mit aller sozialen Geringschätzung und persönlichem Haß! Gewähren Sie den Juden denselben unverletzlichen Schutz, wie Sie ihn allen Fremden gewähren; räumen Sie ihnen außerdem, als alten Insassen des Landes, weitergehende Vorrechte ein; lassen Sie sie (da Sie es nicht mehr verhindern können) zu dem gewerblichen und industriellen Wettbewerb zu — doch schauen Sie ihnen dabei genau auf die Finger! Aber räumen Sie ihnen kein politisches Recht und kein Recht auf Grundbesitz ein. Es tun, hieße für Rumänien den Selbstmord begehen.   U n d   s o r g e n   S i e   d a f ü r,   d a ß   d i e   J u d e n   n i c h t   d i e   H e r r e n   d e r   ö f f e n t l i c h e n   M e i n u n g   d u r c h   d i e   Z e i t u n g e n,   u n d   n i c h t   d i e   H e r r e n   d e r   K ö p f e   u n d   d e r   H e r z e n   d u r c h   d i e   B e h e r r s c h u n g   d e s     B ü c h e r m a r k t e s   u n d   d e r   S c h u l e   w e r d e n.   Der frühere Berliner Vertreter der „Times“ — ein Jude — veröffentlichte vor einigen Jahren ein Buch über Deutschland, in dem er triumphierend meldet: „Es gibt keine deutsche Literatur mehr, sondern nur noch eine jüdische Literatur in deutscher Sprache.“ Sorgen Sie bei Zeiten dafür, daß niemals von Rumänien dasselbe gesagt werden könne. Schutzgesetze wären hier zu wünschen, doch noch wichtiger ist die aktive Abwehr des jüdischen Einflusses durch die bewußte Erkenntnis seiner Gemeingefährlichkeit. Nicht etwa, als ob ich die Motive des Juden verdächtigen wollte, ich tue es auf geistigem ebensowenig wie auf gewerblichem Gebiete; der Jude hat das Recht, so zu sein, wie er ist; die Zähigkeit, mit welcher er an seiner Eigenart festhält, ist bewundernswert und nachahmungswürdig; doch für unseren Geist und für unser Gemüt ist sein geistiger Einfluß ein zerfressendes Gift.
    Und noch eines: Wenn der Jude sich in Rumänien unglücklich fühlt, wie man in jüngster Zeit erzählen hörte, dann seien Sie freigebig und greifen Sie tief in die Taschen hinein, um ihm das Auswandern zu erleichtern. Als die Juden Babylon nicht verlassen wollten, brachte Cyrus bedeutende Opfer an Geld und Schätzen, um sie zur Heimkehr zu bewegen, und als es ihnen in Jerusalem doch nicht gefallen wollte, sandte ihnen Darius noch eine Summe, die 5 Millionen Mk. heutiger Währung ausmacht; auch dessen Nachfolger, Artaxerxes Longimanus, scheute keine Mühe und keine Ausgabe, um die Verhältnisse in Jerusalem zu festigen und sein Land vor einer Rückkehr der Juden zu schützen — waren ja ohnehin mehr als genug zurückgeblieben! Das waren weise
Monarchen! Den Juden sollten Sie für das Verlassen Rumäniens eine Prämie zahlen; wie schwer diese Maßregel ihre Finanzen auch belasten möchte, sie würde tausendfachen Gewinn bringen.

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    Und jet, wo ich am Ende bin, und schon längst die Grenzen eines Briefes überschritten habe, jetzt merke ich, daß ich über zwei Grundfragen, über welche heillose Verwirrung in den Köpfen unserer Zeitgenossen herrscht, gar nichts gesagt habe. Es wird nämlich vielfach behauptet, es gäbe gar keine jüdische Rasse, kein „echtes jüdisches Volk“, das Judentum sei bloß eine „Religion“, genau so wie die christliche oder die mohammedanische. Wäre das wahr, so würde zweierlei daraus folgen: 1. daß keine Juden existieren, sondern nur eine gewisse Anzahl Menschen „mosaischer Konfession“; 2. daß jegliche Abwehr des Judentums eine Äußerung religiöser Unduldsamkeit wäre. Ich habe heute nicht die Zeit, und Ihre verehrten Leser haben nicht die Geduld, diese fragen noch zur gründlichen Untersuchung heranzuziehen. Darum sei nur das eine gesagt: „Fragen“ gibt es hier nicht, sondern es haben lediglich Schwärmer, Schwätzer und Irreführer zusammengewirkt, um Konfusion in den Köpfen des nach Belehrung verlangenden Publikums hervorzurufen. In Wahrheit ist von keiner Rasse der Welt so sicher wie von der jüdischen, daß sie existiere, und daß die wenigen Proselyten aus anderen Rassen, die sie von Zeit zu Zeit (trotz des biblischen und talmudischen strengen Verbotes) machte, sofort von der einheitlichen Rasse aufgesogen und assimiliert worden seien. Schlagen Sie nur die Tabellen von Professor Virchows großer Untersuchung aller Schulkinder des Deutschen Reiches auf *) (Virchow wird niemand des Antisemitismus anklagen!); sie beweisen „daß die jüdische Rasse die reinste ist und in ihr die geringste Zahl der Mischformen angetroffen wird“ (vgl. das Referat in Joh. Rankes „Der Mensch“ 2. Aufl. II, 293). Prof. von Luschan (ein ebenso begeisterter Schwärmer für die Juden wie Virchow) kommt in seinem Werke über die anthropologische Stellung der Juden, an der Hand eines riesigen Beweisstoffes, zu genau demselben Schlusse. Also, daß es eine jüdische „Rasse“ gibt, dessen müssen sich selbst die Humanitätsduseler nolens volens überzeugen lassen! Dagegen ist es ebenso sicher, daß es gar keine jüdische „Religion“ — nach unserer Auffassung der Bedeutung dieses Wortes — gibt, noch je gegeben hat. Moses Mendelssohn, der berühmte, edle Jude des vorigen Jahrhunderts, dessen Autorität kein Mensch anzweifeln kann, sagt ausdrücklich:   „D a s   J u d e n t u m   i s t   n i c h t   g e o f f e n b a r t e   R e l i g i o n,   s o n d e r n   g e o f f e n b a r t e   G e s e t z g e b u n g“   (Rettung der Juden 1782) **). Körperlich beruht das Judentum auf der sorglichen Bewahrung einer ungemischt reinen Rasse; geistig fußt es in einer uralten geschichtlichen (nicht religiösen), empirischen (nicht mythologischen oder transzendenten) Überlieferung; sittlich besteht es aus dem Glauben an eine Auserwähltheit und an einen rechtmäßigen Anspruch auf ungeteilte Weltherrschaft. Von „Religion“ in unserem christlichen Sinne ist in diesem ganzen System nicht die Rede; dagegen kann man wohl zugeben, daß eine derartige Auffassung des Begriffes Nation und Rasse eine Art Ersatz bilde für das, was andere Menschen unter der Gestalt von Religion besitzen. Insofern also es eine jüdische Nation gibt, kann man
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     *) Rudolf Virchow: „Gesamtbericht über die von der deutschen anthropologischen Gesellschaft veranlassten Erhebungen über die Farbe der Haut, der Haare und der Augen der Schulkinder in Deutschland“, 1886.
     **) „Rettung der Juden“ is Mendelssohn's translation from the English of a work by Rabbi Menasseh Ben Israel. In his own work „Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum“ Mendelssohn wrote: „das Judentum wisse von keiner geoffenbarten Religion, in dem Verstände, in welchem dieses von den Christen genommen wird. Die Israeliten haben göttliche Gesetzgebung“ (p. 69).

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auch von einer jüdischen Religion reden, wogegen eine jüdische Religion ohne eine jüdische Nation, ohne ein (wenn auch unter anderen Völkern zerstreutes, dennoch einheitliches, seiner Einheit bewußtes) Volk, ein durchaus ungereimter sinnwidriger Gedanke ist. Darum war Professor dr. Mandelstam *) völlig berechtigt, auf dem jüdischen Kongreß in Basel, am 28. August 1898, auszurufen: „Wir Juden weisen das Aufgehen in die übrigen Nationalitäten mit aller Energie zurück und halten unsere historischen Hoffnungen fest!“ (Nach dem Bericht in der judenfreundlichen Pariser Zeitung „Le Temps“ vom 2. September 1898.) Diese historische Hoffnung, von der Professor Mandelstam spricht, ist die auf Weltherrschaft. Die Juden haben recht, sie zu erstreben; wir aber alle, die wir an Weltherrschaft nie gedacht haben und die wir zufrieden sind, im eigenen Hause die Herren zu sein und zu bleiben, wir haben da Recht und die Pflicht, gegen einen so gefährlichen Gast — ohne Unfreundlichkeit — energische Schutzmaßregeln zu ergreifen.“
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     * From the University of Kiev.


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Letzte Änderung am / Laatste wijziging / Last update: 3. August 2009