27.

    Das Reich Gottes gleicht zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren gefäßen, samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam zögerte, nickten sie alle ein und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus, ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öle, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nimmermehr, auf daß nichts uns und euch gebreche! Gehet lieber hin zu den Krämern, und kaufet für euch selbst. Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tue uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Also wachet nun, weil ihr den Tag nicht wisset noch die Stunde.

(Note)