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Das Reich Gottes gleicht einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm Einer vor, der war ihm zehntausend Talente schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er besaß, um so Bezahlung zu schaffen. Da fiel der Knecht nieder und beugte sich vor ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Denare schuldig; und er griff ihn an und würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und kamen, und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht! Alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Folterern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. So wird auch der Vater euch tun, so ihr nicht vergebet, ein Jeglicher seinem Bruder, von Herzen. |