75.

    Ein Mensch pflanzte einen Weinberg, und that ihn den Weingärtnern aus, und zog über Land eine gute Zeit. Und zu seiner Zeit sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, dass sie ihm gäben von dem Ertrag des Weinberges. Aber die Weingärtner schlugen ihn und sandten ihn leer zurück. Und über das sandte er noch einen andern Knecht; sie aber schlugen auch ihn und beschimpften ihn und sandten ihn leer zurück. Und abermals sandte er einen dritten; sie aber schlugen auch diesen blutig und warfen ihn hinaus. Da sprach der Herr des Weinberges: Was soll ich thun? Ich will meinen lieben Sohn senden; vielleicht, wenn sie den sehen, werden sie sich scheuen. Da aber die Weingärtner den Sohn sahen, überlegten sie miteinander und sprachen: Dieser ist der Erbe! Kommt, lasst uns ihn töten, dass der Erbe unser sei. Und sie stiessen ihn hinaus vor den Weinberg, und töteten ihn. Was wird nun der Herr des Weinbergs denselbigen thun? Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und seinen Weinberg Andern austhun.

(Note)