118.

    Es war ein reicher Mann, des Feld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich thun? Ich habe nicht, da ich meine Früchte hinsammle. Und sprach: Das will ich thun; ich will meine Scheunen abbrechen und grössere bauen, und will darein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter. Und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele! Du hast einen grossen Vorrat auf viele Jahre; habe gute Ruhe, iss, trink', und sei fröhlich! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man dein Leben von dir fordern; wem wird dann gehören, das du hergerichtet hast? Also gehet es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich für Gott.