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Zitate / Citaten / Quotations
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H. S. Chamberlain's philosophy:"Idee ist alles, wodurch Einheit geschaffen wird." ("Idea is everything through which unity is created.") Immanuel Kant (German edition 1905), S. 438. Immanuel Kant (English edition 1914), Vol. II, p. 49. "Leben ist Gestalt." ("Life is Form.") Immanuel Kant (German edition 1905), S. 480. Natur und Leben (1928), S. 163. Immanuel Kant (English edition 1914), Vol. II, p. 94. Probably the core of Chamberlain's philosophy of life, derived from Goethe's "Die Natur ... setzt dem Gestaltlosen ein gestaltetes Leben entgegen". According to Chamberlain, life could only appear in a few distinct shapes. Even if life would exist on other planets, it would have these shapes, for instance star-shaped life-forms like our Asteroidae (Starfish), or segmented life-forms like earthly Annelidae (Worms). Chamberlain was convinced that these shapes were persistent through time and space, and that Darwin's theory of evolution was a "fable". Furthermore, he was of opinion that if life had emerged from dead matter (a theory which is not Darwin's), it must have done so at more than one occasion, meaning that an ape is not necessarily next of kin of the tree he's climbing in. Please note that Chamberlain had no religious objections against the theory of evolution. "Descartes begnügt sich nicht damit, die organischen Wesen — um die Notwendigkeit mechanischer Auffassung einzuschärfen — mit Automaten zu vergleichen, sondern er pocht darauf, dass es tatsächlich »gar keinen Unterschied zwischen beiden« gebe. Hier schleicht sich der Irrtum ein, der bald darauf in der Philosophie verhängnisvoll wurde und es heute noch in der Naturwissenschaft ist. Ein blosses Wort narrt uns. Denn das künstliche Werk, das wir einen Automaten nennen (d. h. einen Selbstbeweger), ist in Wirklichkeit ein Heteromat; weder tritt es in Bewegung, noch bleibt es darin, wenn nicht ein Anderer immer wieder eingreift. ("Descartes is not contented with comparing organic beings with automata, but he actually boasts that 'there is no difference whatever between them.' Here it was that the error which was soon after to become fatal in philosophy, and is so still in natural history, wormed its way in. We are duped by a mere word. For the artificial work which we call an automaton (i.e. a self-mover) is in truth a heteromaton: it can neither start into motion nor remain in motion without extraneous help.") Immanuel Kant (German edition 1905), S. 493. Immanuel Kant (English edition 1914), Vol. II, p. 108. "Ich behaupte nun: um wirklich exakt wissenschaftlich denken zu können, m ü s s e n wir voraussetzen — und das heisst, wir m ü s s e n die Idee fassen und zum Gesetz des Denkens erheben — das gesamte Leben der Erde bilde eine Einheit, und zwar so, dass die Gestaltungssumme (wenn ich mich so ausdrücken darf) stets unverändert bleibt. Man rühmt dem grossen Cuvier nach, er als Erster habe aus einem einzigen Knochen ein ganzes, unbekanntes Tier aufzubauen gewusst; die Wissenschaft muss so weit kommen, aus einigen wenigen Pflanzen- oder Tierresten die Fauna und Flora einer ganzen Epoche wiederherstellen zu können; das muss das Ziel der Biologie sein." ("I maintain then that in order to be able to think scientifically, we must premise, — that is, we must grasp the idea and raise it to a Law of Thinking, — that the universal Life of the world forms a unity, and indeed in such a fashion that the sum of formation (if I may so express myself) remains always unaltered. The great Cuvier is celebrated for having been able to construct a whole unknown animal from a single bone; science must advance so far as to be able out of a few remains of plants or animals to reproduce the Fauna and Flora of a whole epoch; that must be the aim of biology.") Immanuel Kant (German edition 1905), S. 504. Immanuel Kant (English edition 1914), Vol. II, p. 120. "Gerade die einfachen Gedanken denkt eben der Mensch am schwersten." ("It is just those thoughts which are simple that man finds it most difficult to think.") Immanuel Kant (German edition 1905), S. 531. Immanuel Kant (English edition 1914), Vol. II, p. 146. |
| H. S. Chamberlain's
comments on contemporaries: Über Charles Darwin: "Die Darwinsche Theorie aber, wie sie heute vor uns steht, ist einfach eine Dichtung; sie ist unbewiesen und unbeweisbar." ("Darwin's theory of evolution, as it appears to us nowadays, is simply a fable; it is unproven and unprovable.") Brief an Karl Horst, 31. Oktober 1895. "...dieses positive, rein empirische, nie mehr wegzuleugnende Werk [On the origin of species] ist der Beweis von der Bedeutung von Rasse im ganzen Bereich lebender Wesen. [...] Das gerade ist keine Sternguckerei, sondern die Entdeckung eines Naturgesetzes, eines ebenso unwiderlegbaren und für uns Menschen viel wichtigeren Gesetzes als das der Gravitation." ("...this positive, purely empirical work [On the origin of species] that can not be reasoned away for ever more, forms the proof of the significance of race in the whole range of living beings. […] That's no soothsaying, but the discovery of a natural law, just as irrefutable and for us humans much more important than that of gravitation.") Brief an Ernst von Wolzogen, 5. Februar 1900. "Ohne allen Zweifel gründet sich meine Auffassung [...] auf Darwin." ("Without any doubt my conviction is based [...] upon Darwin.") Brief an Ernst von Wolzogen, 5. Februar 1900. Über Albert Einstein: "Einige Neueren haben — durch die Sophismen Einsteins dazu verführt — geglaubt, den gordischen Knoten am besten zu durchhauen, indem sie die Vorstellung des Äthers ganz aufgaben; doch, da schwanden Raum und Zeit ebenfalls dahin, und es blieb ein leerer Gedankenhokuspokus." Natur und Leben (1928), S. 64. Über Friedrich Nietzsche:
To the right: Friedrich Nietzsche as a young man (click to enlarge). It seems that even his poses are borrowed... |
| Über die Deutschen /
about the
Germans:
"...aber
diese guten
Deutschen haben in dieser Hinsicht, in manch anderer auch, fürchte
ich, einen sehr verdorbenen oder besser überhaupt keinen
Geschmack.
Sie lieben alles Ungesunde, Schwere, Unverdauliche, — nähren sich
von stopfenden Sachen und essen nichts Nahrhaftes. Dabei und bei ihrem
gänzlich unathletischen Leben ist es ein Wunder, wie diese Rasse
so
kraftvoll bleibt; sicher ist das eine Gottesgabe, — sie selbst tun
nichts
dazu." "Die
Deutschen gar
ein 'Volk von Denkern' zu nennen, ist bitterer Spott; ein Volk von
Soldaten
und von Kaufleuten wäre jedenfalls richtiger..." (If however the new German Empire fails to become a full-grown world power within the next 250 years — and this depends solely on it's own will — it shall disappear, due to relative decline, from the ranks of leading nations, and its surplus of population, as well as the largest part of its incomparable mental and moral capabilities, will serve the greatness of other peoples.") Jugend, No. 22, May 28th, 1900. Essay, also inserted in Deutsches Wesen, p. 23—33. Und keine Überzeugung hege ich fester und heiliger als die, daß die höhere Kultur der Menschheit an die Verbreitung der deutschen Sprache geknüpft ist. Ich sage das, als ein Engländer, der seine Muttersprache innig liebt [...]. Die englische Sprache ist aber eine Sprache der Extreme: Extase oder Geschäft; sie ist nicht die Sprache der Wissenschaft und nicht die Sprache der Philosophie; in ihr führt jetzt kein Weg weiter zu neuer Kenntnis und neuer Erkenntnis. Jugend, No. 22, May 28th, 1900. Essay, also inserted in Deutsches Wesen, p. 23—33. "Deutschland
[...]
kann dahin gelangen, die gesamte Erdkugel (teils unmittelbar politisch,
teils mittelbar, durch Sprache, Kultur, Methoden) zu beherrschen, wenn
es nur gelingt, beizeiten den "neuen Kurs" einzuschlagen, und das
heißt,
die Nation zum endgültigen Bruch mit den angloamerikanischen
Regierungsidealen
zu bringen. Die Freiheit, die Deutschland braucht, ist die [...]
unbeschränkte
Freiheit des Denkens, der Religion, der Wissenschaft — nicht die
Freiheit,
sich selber schlecht zu regieren." "Die
Menschen müssen
einsehen lernen, daß, wer nicht Deutsch kann, ein Paria ist."
"Andere
unterjochen
ist ganz und gar undeutsch..."
"...Deutschland muß
die erste Macht der Welt werden, Deutschland kann die erste Macht der
Welt
werden, und Deutschland wird — wenn es nur will — die erste Macht der
Welt
werden." "Ich habe
die unerschütterliche
Überzeugung [...] daß Gott den Deutschen für edle
Zwecke
der ganzen Menschheit zum Heile hat werden und wachsen lassen." "Da es sich
erwiesen
hat, daß das deutsche Volk [...] noch lange nicht reif für
das
ihm zugedachte Schicksal war, so erscheint es nicht unmöglich,
daß
aus weiter Perspektive gesehen — sagen wir gleich aus Gottes Auge — der
jetzige Rückschlag den Sinn eines reculer pour mieux sauter
besitzen könnte und man somit nicht unbedingt der Verzweiflung
sich
hingeben müßte? In dem Falle nicht nämlich, wenn wir es
für denkbar halten, daß es den vereinten Kräften
edelster
Männer — wie Deutschland sie jederzeit in großer Zahl
besessen
hat — gelingen könnte, ein besseres Deutschland im Laufe von,
sagen
wir, zwei Jahrhunderten hervorzubringen." |
| Über Arier und
Germanen / about
Aryan and Germanic people:
"Würde
auch bewiesen,
dass es in der Vergangenheit nie eine arische Rasse gegeben hat, so
wollen
wir, dass es in der Zukunft eine gebe; für Männer der That
ist
dies der entscheidende Gesichtspunkt." "Vor Gott
mögen
alle Menschen, ja alle Wesen gleich sein: doch das göttliche
Gesetz
des Einzelnen ist, seine Eigenart zu wahren und zu wehren." "Denn, je
weniger
germanisch ein Land, um so uncivilisierter ist es." "Und unserem
Stamme
ist diese Antithese: Einherrschertum und Freiheit ebenso natürlich
und angeboren [...] wie seine besondere Körpergestalt oder
irgendeine
andere seiner Eigentümlichkeiten." "...wir
steuern auf
das Chaos zu. Es ist hohe Zeit, daß wir zur Besinnung erwachen;
nicht
um Anderen ihre geistige Freiheit zu schmälern, sondern damit wir
Herren im eigenen Hause werden..." "...wie
sollte ich
nicht den Nordeuropäer, im Gegensatz zum Südeuropäer,
als
die treibenbe Kraft anerkennen, aus deren Entfaltung die Neuheit und
Eigenart
unserer jetzigen Zivilisation und Kultur zu erklären ist? Ist das
wirklich etwas so Absurdes?" "...nicht
darauf kommt
es an, ob wir 'Arier' sind, sondern darauf, daß wir 'Arier'
werden." "Arier-sein
heißt
Schöpfer-sein; hierin liegt die Verwandtschaft dieser Rasse mit
dem
Göttlichen und die Überzeugung, Gottes Söhne — nicht
seine
Knechte — zu sein." |
| Über die Juden / about
the Jews:
"Vor mir,
hinter,
neben mir Juden!"
"...doch glaube ich, dass wir geneigt sind, unsere eigenen Kräfte
[...] sehr zu unterschätzen und den jüdischen Einfluss sehr
zu
überschätzen. Hand in Hand damit geht die geradezu
lächerliche
und empörende Neigung, den Juden zum allgemeinen Sündenbock
für
alle Laster unserer Zeit zu machen..." "...eine der
bewundernswertesten
Eigenschaften der Juden [...] war ihre Sorge, die Rasse rein zu
erhalten..." "...ihr
Dasein ist
Sünde, ihr Dasein ist ein Verbrechen gegen die heiligen Gesetze
des
Lebens..." "...dass der
Jude,
dank dem Hesekiel, der Lehrmeister aller Intoleranz, alles
Glaubensfanatismus,
alles Mordens um der Religion willen ist, dass er an die Duldsamkeit
immer
nur dann appellierte, wenn er sich bedrückt fühlte, dass er
sie
selber jedoch niemals übte noch üben durfte, denn sein Gesetz
verbot es ihm und verbietet es ihm auch heute — und morgen." "...Ich sage
also,
die Männer, die das Judentum gründeten, wurden nicht von
bösen,
eigensüchtigen Absichten geleitet, sondern von einer
dämonischen
Kraft..." "Man braucht
nicht
die authentische Hethiternase zu besitzen, um Jude zu sein, vielmehr
bezeichnet
dieses Wort vor Allem eine besondere Art zu fühlen und zu denken;
ein Mensch kann sehr schnell, ohne Israelit zu sein, Jude werden;
Mancher
braucht nur fleissig bei Juden zu verkehren, jüdische Zeitungen zu
lesen und sich an jüdische Lebensauffassung, Litteratur und Kunst
zu gewöhnen. Andrerseits ist es sinnlos, einen Israeliten
echtester
Abstammung, dem es gelungen ist, die Fesseln Esra's und Nehemia's
abzuwerfen,
in dessen Kopf das Gesetz Mose und in dessen Herzen die Verachtung
Andrer
keine Stätte mehr findet, einen 'Juden' zu nennen." "Dieser
Wille zum
Leben war das erste, was das Judentum dem Christentum schenkte: daher
jener
Widerspruch, der noch heute so Manchem als unlösbares Rätsel
auffällt, zwischen einer Lehre der inneren Umkehr, der Duldung und
der Barmherzigkeit und einer Religion ausschliesslicher
Selbstbehauptung
und fanatischer Unduldsamkeit. "Nicht aber
der Jude
allein, sondern alles, was vom jüdischen Geist ausgeht, ist ein
Stoff,
welcher das Beste in uns zernagt und zersetzt." "Ich
gestehe, daß
eine deutsche Memme oder ein germanischer Esel mir viel weniger
sympathisch
ist als ein ernster und leistungsfähiger Künstler
jüdischer
Abkunft..." "Ich bin
kein eigentlicher
Antisemit; ich habe merkwürdig viele Juden oder Halbjuden zu
Freunden,
denen ich herzlich zugetan bin. [...] Wir werden viel besser mit
unseren
jüdischen Mitbürgern auskommen, wenn eine reinliche —
intellektuelle
und moralische — Scheidung stattgefunden hat, als heute, wo alles
durcheinanderschwirrt." "Sollten die
Widersacher,
die mir im orthodox jüdischen Lager entstanden sind, sich einmal
entschließen
können, nicht bloß das eine Kapitel über den Eintritt
der
Juden in die abendländische Geschichte zu lesen, sondern das ganze
Buch, so werden sie einsehen, daß eine Schmähung des
Judentums
mir fern liegt..." "...man
muß
zwischen Juden und Juden unterscheiden und darf nicht übersehen,
daß
mancher Jude sich ebensosehr wie wir nach der Erlösung aus
semitischen
Vorstellungen sehnt..." [Die
deutschen Juden] "tun ihre Pflicht als Deutsche vor dem Feinde oder
daheim, während die englischen Juden, die doch die leibhaftigen
Brüder und Vettern der deutschen Juden sind, dort alles
Schändliche wie toll mitmachen, ihre deutschen Namen in englische
schnell umwandeln und in der ihnen fast allein gehörigen Presse an
der Spitze des Verleumdungs-Feldzuges gegen die Deutschen marschieren.
Erhebt sich eine Nation, so folgt der Jude, er führt nicht."
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| Über die Mohammedaner
/ about
Mohammedans: "Eigentümlich ist manches in den religiösen Überzeugungen der Mohammedaner und ihre große Toleranz. Daß einer ohne ein Ideal und ohne einen entfernten, heiligen Ort, wohin zu pilgern seine Sehnsucht ist, leben kann, das begreifen sie nicht, aber einen Christen, der in Jerusalem am Heiligen Grabe war, den nennen sie ebenso „Hadschi“ wie ihre eigenen Mekkapilger und bezeugen ihm dieselbe Ehrfurcht. Und wenn ich nur mit der Sprache soweit wäre, um ihnen von Bayreuth erzählen zu können, so würde ich gewiß auch den weißen Turban des Hadschis tragen dürfen!" Brief an Cosima Wagner, 4. Juni 1891. "Hätte der Mohammedaner nicht Toleranz zu einer Zeit geübt, wo dieser Begriff im übrigen Europa unbekannt war, es würde jetzt in den Balkanländern und in Kleinasien idyllischer Frieden herrschen. Der Christ ist es, der hier die Hefe des Zwistes hineinwirft; und mit der Grausamkeit einer gedankenlos rückwirkenden Naturmacht erhebt sich der sonst humane Moslemite und vertilgt den Störenfried." (If the Mohammedan had not practised tolerance at a time when this idea was unknown to the rest of Europe, there would now be idyllic peace in the Balkan States and in Asia Minor. Here it is the Christian who throws in the leaven of discord; and with the cruelty of a ruthlessly reacting power of nature, the otherwise humane Moslem rises and destroys the disturber of his peace.) Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts (1899), S. 44. The Foundations of the Nineteenth Century (1910), Vol. I, p. 7. "Mit den Arabern, die unsere Existenz lange arg bedrohten, sind wir bis heute noch nicht fertig geworden, und ihre Schöpfung, der Mohammedanismus, bildet ein Hindernis, wie kein zweites, für jeden Fortschritt der Civilisation und hängt in Europa, Asien und Afrika als Damoklesschwert über unserer mühsam aufstrebenden Kultur." ("We are not yet free of peril from the Arabs, who long seriously threatened our existence, and their creation, Mohammedanism, is the greatest of all hindrances to every progress of civilisation, hanging like a sword of Damocles over our slowly and laboriously rising culture in Europe, Asia and Africa.") Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts (1899), S. 140. The Foundations of the Nineteenth Century (1910), Vol. I, p. 115. "Mag der
Mohammedanismus
auch die schlechteste aller Religionen sein, wie Schopenhauer
behauptet,
wen durchschauerte es nicht mit fast unheimlicher Bewunderung, wenn er
einen Mohammedaner in den Tod gehen sieht, so gelassen, als ginge er
spazieren?" ("Those who are acquainted with the Mohammedans know that their religious faith, barren as it is, is yet the strongest of all: with us the power of earning the crown of martyrdom is the gift of the minority — with them it belongs almost to all.") Immanuel Kant (1905), S. 758. Immanuel Kant (1914), p. 404. |
| Über die katholische
Kirche
/ about the Catholic Church:
"...die
Macht [...]
hat nie entwaffnet, ist heute in gewissen Beziehungen stärker als
je, verfügt über eine weit besser disziplinierte, mehr
bedingungslos
unterworfene Beamtenschar als in irgend einem früheren Jahrhundert
und wartet nur auf die Stunde, wo sie rücksichtslos hervortreten
kann." "Ich habe
nie verstanden,
warum gebildete Katholiken sich bemühen, die Thatsache zu leugnen,
oder hinwegzudeuten, dass die römische Kirche nicht allein eine
Religion,
sondern auch ein weltliches Regierungssystem ist, und dass die Kirche
als
Vertreterin Gottes auf Erden eo ipso in allen Dingen dieser
Welt
unbeschränkte Herrschaft beanspruchen darf und allezeit
beansprucht
hat." ("We find that actual, concrete knowledge, that is, the great work of toilsome discovery, has one deadly enemy, omniscience. The Jews are a case in point; if a man possesses a sacred book, which contains all wisdom, then all further investigation is as superfluous as it is sinful: the Christian Church took over the Jewish tradition. This fastening on to Judaism, which was so fatal for our history, is being accomplished before our very eyes; it can be demonstrated step by step. The old Church Fathers, taking their stand expressly upon the Jewish Torah, are unanimous in preaching contempt of art and of science.") Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts (1899), S. 764. The Foundations of the Nineteenth Century (1910), Vol. II, p. 275. |
| Über
die
Indisch-Arische Philosophie / about Indian-Aryan philosophy
"Zwei
Drittel unseres
Philosophierens besteht denn auch in dem kritischen Nachweis von
Widersprüchen
bei anderen Philosophen. Ganz im Gegenteil wird bei den Indern der
Widerspruch
ohne Umschweife eingestanden. Gleichsam als schillerndes Gewand wird er
um die nackte Wahrheit gehängt." "Vielmehr
bin ich
überzeugt, daß die Schule des indischen Denkens geeignet
ist,
ein reineres, freieres, erhabeneres und infolgedessen auch
würdigeres
Verhältnis zu Jesus Christus anzubahnen." |
| Über die
Engländer / about
the English:
"Der
Engländer
versteht unter 'Freiheit', daß er auf dem Rasen spazieren darf,
ohne
von einem Schutzmann angeschnauzt zu werden..." "Jeder
Engländer
ist davon überzeugt: von England beherrscht zu werden, sei das
größte
Glück, das einem Volke widerfahren könne."
"...während die
klugen Franzosen die Naturalisation immer schwerer machen, so daß
man im besten Falle nach vielen Jahren die vollen Bürgerrechte
empfängt,
kommt es in England nur auf einen Paß an, der 2 Shillings und 6
Pence
kostet, und der jedem Basutoneger ohne weiteres zur Verfügung
steht;
bald wird es in ganz Europa keinen Gauner größeren Stils
geben,
der sich nicht "Engländer" nennt. In fünfzig Jahren wird der
englische Adel eine reine Geldoligarchie sein, ohne jede
Rassensolidarität
und ohne irgendeine Beziehung zum Thron..." |
| Über Amerikaner /
about Americans:
"Aus den
Dollars werden
immer wieder nur Dollars entstehen, weiter nichts; ... jener Weltteil
erzeugt
Sterilität, das ist nachweisbar; er hat ebensowenig eine Zukunft
wie
eine Vergangenheit; die Hauptsache ist, daß wir Europäer uns
mit weisester Voraussicht [wappnen] gegen die halbtausendjährige
Gefahr..." "Für
die Amerikaner
als Philosophen habe ich im ganzen wenig übrig; ihre Philosophie
scheint
mir ihrer Architektur verwandt — eine enfance de l‘art."
"Deswegen
versteht
keiner diesen Krieg, wenn er nicht die deutliche Vorstellung besitzt,
daß
es im tiefsten Grund der Krieg des Judentums und des ihm naheverwandten
Amerikanertums um die Beherrschung der Welt ist." |
| Über Ost-Europa /
about Eastern
Europe:
"...der Serbe haßt den Kroaten, und der Kroate erwidert diesen
Haß
aus ganzem Herzen; [...] es dauert vielleicht keine fünf Jahre,
und
sie stürzen aufeinander. Das ist mathematisch unausbleiblich. Und
wie sollte, wer die Tschechen kennt wie ich, irgend etwas außer
Unheil
von diesem [...] Tatarenpack [...], irgend etwas anderes als Unheil
über
Unheil erwarten? — Von den Polen schweige ich, weil jeder Deutsche da
Bescheid
weiß..."
"...wißt Ihr
denn alle nicht, daß Serben und Kroaten diejenigen Menschen sind,
die sich am meisten auf der ganzen Welt hassen? [...] der
griechisch-orthodoxe
Serbe und der katholische Kroate werden niemals in Frieden unter einem
Hute oder auch nur in einem Bunde leben können, vielmehr gehen wir
da Religionskriegen entgegen." |
| Über sich selbst /
about himself:
"Ich
muß gestehen,
daß nach meiner Erfahrung, wo ein Autor nicht zum Widerspruch
reizt,
entweder sein Werk herzlich wenig enthält oder der Kopf seines
Lesers
wenig 'reaktionsfähig' ist." "Ich bin
kein 'Schriftsteller'.
Ich bin ein Mensch, der durch seine Lebensschicksale dahin geführt
worden ist, nur mit der Feder wirken zu können, — und der nun die
Feder gebraucht, so gut und so schlecht er kann, um bei bestimmten
Menschen
bestimmte Wirkungen hervorzubringen." "Gott kann
bezeugen,
daß ich nur arbeite in der Hoffnung, auf andere zu wirken."
"...es ist
mir gänzlich
unmöglich, den einfachsten Satz aus einer Sprache in eine andere
zu
übersetzen." "Wenn es
Bayreuth
nützte, würde ich mich ohne Zaudern auf einem langsamen Feuer
braten lassen..." "Selbst wenn
man irrt,
ist es tausendmal besser, man irrt aus Überzeugung, als daß
man aus Rücksicht auf irgendeine Gewalt seine wahre Meinung
verhehle." "...es
steckt mir
tief in der Seele und nur oberflächlich verborgen ein
unausrottbarer
Aristokratenhochmut [...] ...um das Volk zu lieben, muß ich es
nicht
zu nahe sehen, sonst wacht sofort der Hochmut auf und nichts würde
mich bewegen, für diese Kanaille auch nur einen Gedanken zu
Opfern..." "...ich
muß
mich dagegen wehren, daß ich in irgendeine Organisation, in
irgendeinen
Plan, in irgendeine Partei eingespannt werde. [...] keinen
größeren
Knecht gibt es als den, der anderen befiehlt." Über den Schreibdämon / about the writing daemon: "Genau
ebenso erging
es mit dem Kant-Buch; über Nacht ließ ich alles stehen und
liegen;
von außen war das Gebot an mich ergangen, und der innere
Dämon
forderte Gehorsam." "...ich
[muß]
mich bescheiden, auf einem andren Gebiete, nicht auf dem der
Wissenschaft,
Nützliches zu leisten [...], da mir ein Dämon doch keine Ruhe
läßt und mich immerwährend antreibt, das, was ich
weiß
oder denke, was dunkel im Bewußtsein schwebt, plastisch klar zu
gestalten."
"Außerdem lehne
ich grundsätzlich jeden Okkultismus ab, sogar jede Befassung
damit.
Selbst in den Fällen, wo wirkliche Überzeugung und reine
Absicht
vorliegen, zeigt die Geschichte ausnahmslos, daß diese Richtung
zu
Wahnsinn und zu Unsittlichkeit unausbleiblich führt." |